Synchronschwimmen

Synchronschwimmen ist ein Schwimmstil, der zur Musik alleine, zu zweit, in einer Gruppe oder in der Kombination von einer bis zu zehn Personen geschwommen wird. Synchron bezieht sich sowohl auf die Synchronität mit der Musik als auch die der einzelnen Schwimmer untereinander.  Geschichtlich wird dieser Sport das erste Mal Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Namen Reigenschwimmen oder Wasserballett erwähnt. Damals ausschließlich von Männern praktiziert, schwimmen heute vorwiegend Frauen.

Der Sport verlangt Ausdauer, Koordination, Schwimmen, Tauchen und Tanzen im Wasser. Eine Synchronschwimmerin muss ähnliche Fähigkeiten haben wie eine Bodenturnerin, eine Wettkampfschwimmerin, eine Eiskunstläuferin, eine Wasserballspielerin und eine Tänzerin, und das alles ohne festen Boden unter den Füßen. Zusätzlich sind noch Anmut und Beweglichkeit erforderlich, und die Bewegungsabstimmung mit den anderen Mitgliedern der Gruppe ist nicht immer einfach.

Österreichisches Jugend Nationalteam

Es gibt verschiedene Disziplinen: Solo, Duett, Team, Kombination. Duett und Team sind olympisch. Bei der Bewertung einer Kür werden Punkte von WertungsrichterInnen vergeben, wobei die Schwierigkeit der Darbietung ebenso bewertet wird wie die Umsetzung; auch wird berücksichtigt, ob die Figuren stabil und genau sind. Ebenso wird auf die Synchronität zu Musik bzw. zwischen den Schwimmern untereinander geachtet. Je höher die Anzahl der Schwimmer, umso stärker wird die Synchronität untereinander bewertet.

Bei den jüngeren Altersklassen gibt es anstelle der technischen Kür den Pflichtbewerb, der dann zu den Küren gezählt wird. Bei dieser muss die Schwimmerin (oder wie in seltenen Fällen der Schwimmer) Übungen durchführen, die aus mehreren wichtigen Elementen im Synchronschwimmen bestehen. Diese werden je nach Alter immer anspruchsvoller. Auch die Pflicht wird mit Punkten von den Wertungsrichtern bewertet. Hierbei müssen von allen Schwimmerinnen feststehende Elemente möglichst exakt und hoch ausgeführt werden. 

Während des Kür-Wettkampfes sind keine Schwimmbrillen zugelassen. Badehauben sind nicht verboten werden aber selten getragen. Stattdessen werden die Haare zu einem Dutt hochgesteckt und mit der vorher warm gekochten Gelatine am Kopf fixiert, sodass die Frisur auch unter Wasser hält. Der Dutt kann mit einem Kopfschmuck verziert werden. Die Schwimmerinnen eines Teams tragen meist alle den gleichen Badeanzug, bunt und mit Steinen oder Pailletten verziert.

In unserem Verein können Burschen und Mädchen ab ca. fünf Jahren das Synchronschwimmen erlernen. Wir bieten regelmäßig Schnupperkurs an. Schnupperstunden sind nach Vereinbarung Montag, Mittwoch oder Freitag möglich.